Persönlichkeit und Orientierung

Online: Notizen an Tobias – Gedanken eines Vaters zum Suizid seines Sohnes

Online-Reihe "Kraftquellen. Ermutigungen in der Trauer nach Suizid"

Mi 18.05.2022, 19.30 Uhr
Individueller Onlinezugang

Golli Marboe ist das Schlimmste passiert, was einem Vater passieren kann. Das eigene Kind hat sich das Leben genommen – ein Tabuthema für die Öffentlichkeit. In „Notizen an Tobias“ schreibt Marboe über das erste Jahr der Trauer und den Versuch, das Unfassbare zu begreifen. Er möchte damit anderen betroffenen Eltern Kraft in der schweren Trauer um das eigene Kind geben. Sie sollen sich wiederfinden können, ganz besonders in Augenblicken, in denen sie sich unendlich einsam und verzweifelt fühlen.
Golli Marboe ist überzeugt, dass die beste Präventionsmaßnahme wäre, mehr über Suizid zu sprechen. Mit dem „Papageno-Effekt“ beschreibt man die positive Wirkung einer achtsamen und empathischen Berichterstattung in Medien und in persönlichen Gesprächen, die davor bewahren kann, das eigene, aber auch das Leben der Hinterbliebenen auf immer zu zerstören. Also ein umgekehrter Werther-Effekt. Wenn nicht über dieses Tabu geredet wird, bleiben jene allein, die ein solches Schicksal als Angehörige zu verarbeiten haben.

Golli Marboe, geboren 1965 in Wien, ist Vater von vier Kindern. Er arbeitet als freier Journalist, hält Vorträge zu Medienfragen, verantwortet dreißig Jahre TV-Dokumentationen für Sender in ganz Europa, unterrichtet an diversen Hochschulen Journalismus in Bewegtbildern und ist Gründer und Obmann des „Vereins zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien“ (vsum.tv).
Buchtipp: Notizen an Tobias. Gedanken eines Vaters zum Suizid seines Sohnes. Residenz-Verlag.

Referent

Golli Marboe, Journalist und Buchautor

Kosten

Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden sind willkommen

Anmeldung

Anmeldung bis eine Woche vorher über die AGUS-Homepage.
Weitere Infos direkt bei der Geschäftsstelle von AGUS e.V.: Tel. 0921/150 09 60 oder Email

Mitveranstalter

Angehörige um Suizid (AGUS) e.V.

Hinweis

Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung der KKH-Kaufmännische Krankenkasse finanziert

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