Persönlichkeit und Orientierung

Diagnose „Anhaltende Trauerstörung“ – bin ich noch normal?

Wochenendseminar zum Umgang mit Trauer nach dem Suizid eines Angehörigen

Sa 01.10.2022, 9.30 Uhr - So 02.10.2022, 13.00 Uhr
Evang. Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad, Markgrafenstr. 34, 95680 Bad Alexandersbad

Zu Jahresbeginn 2022 wurde nach vielen Jahren der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskussion die klinische Diagnose der „anhaltenden Trauerstörung“ in Deutschland eingeführt. Der Vorteil dadurch ist, dass therapeutische Behandlungen nun durch die
Krankenkassen übernommen werden können. Doch ist eine Trauer, die auch noch ein halbes Jahr nach dem Suizid noch andauert (so die vorgegebene zeitliche Dimension) nun automatisch eine psychische Erkrankung? Erfolgt dadurch nicht eine weitere Stigmatisierung Suizidhinterbliebener, deren Trauer viel länger dauert?

Diesen Fragen und welche Folgen ein Suizid generell für die Trauer hat, widmet sich Birgit Wagner. Sie ist Professorin für Klinische Psychologie und Verhaltenstherapie an der Medical School in Berlin und forscht seit vielen Jahren zum Thema Trauer nach Suizid.

Der Vortrag am Sonntag, 02.10. um 10.00 Uhr ist ein Höhepunkt der Jahrestagung von AGUS und EBW. Am Samstag wird am Vormittag das Schicksal von „Thomas“ vorgestellt werden: einerseits aus der Perspektive der Mutter und anderseits aus der Perspektive eines Kollegen. Traditionell finden am Samstagnachmittag unterschiedliche Gesprächsgruppen und Workshops statt.

Referentin

Prof. Dr. Phil. Birgit Wagner

Mitveranstalter

Angehörige um Suizid (AGUS) e.V.

Hinweis

Anmeldungen erfolgen unmittelbar über die Geschäftsstelle von AGUS bzw. über www.agus-selbsthilfe.de Die Zimmerbuchung erfolgt über das Evangelische Bildungszentraum Bad Alexandersbad, Frau Küspert (Tel. 09232/99 39 10).

Veranstaltung empfehlenDrucken (PDF)

Weitere Veranstaltungen aus der Kategorie Persönlichkeit und Orientierung